Die Sorge um ihr Baby und der Trost im Gefängnis der Vibio Perpetua

Nach ihrer Festnahme wurde Perpetua zunächst an einem dunklen, überfüllten Ort gefangen gehalten. Ihre größte Sorge galt ihrem Säugling, der zu verhungern drohte. Später erlaubte man ihr, das Kind bei sich zu behalten:

„Ich forderte mein Kind an und gab es meiner Mutter, denn es war schon ganz entkräftet vor Hunger. […] Ich sprach meiner Mutter Mut zu und vertraute ihr meinen Sohn an. Ich litt heftig, weil ich sah, wie sehr sie um meinetwillen litten. Solche Sorgen quälten mich viele Tage lang. Dann aber erwirkte ich, dass mein Kind bei mir im Gefängnis bleiben durfte. Sofort erholte ich mich und wurde von meinen Schmerzen und der Sorge um das Kind befreit. Und das Gefängnis wurde mir plötzlich zu einem Palast, so dass ich lieber dort sein wollte als an irgendeinem anderen Ort.“ (Passio, Kapitel 3)