Das Denken Feuerbachs ist die Grundlage unserer Wahrnehmung

Am 28. Juli kommt Ludwig Feuerbach in Landshut zur Welt. Karl Marx hat über ihn gesagt: “Feuerbach ist unser größter Prophet, es gibt keinen anderen Weg zur Wahrheit als durch den Feuerbach. Er ist das Purgatorium (Fegefeuer) der Gegenwart.“

Nachdem er zunächst gläubig aufgewachsen ist, proklamierte er später:

Der Zweck meiner Schriften […] ist: die Menschen aus Theologen zu Anthropologen, aus Theophilen zu Philanthropen, aus Kandidaten des Jenseits zu Studenten des Diesseits, aus religiösen und politischen Kammerdienern der himmlischen und irdischen Monarchie und Aristokratie zu freien, selbstbewussten Bürgern der Erde zu machen.”

Seine Behauptungen sind Grundlage unseren heutigen Denkens. Religion ist Anthropologie. Es gibt kein Jenseits. Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde.

Dass wir Europäer nicht mehr glauben können (anders als andere Regionen dieser Welt) hat seine Grundlage in diesen Präambeln, die wir von Kindesbeinen aufsaugen. Wir können uns ein anderes Weltbild gar nicht mehr vorstellen.

Das biblische Weltbild steht dem diametral entgegen: Konstitutiv sagt die Bibel am Anfang: Gott schuf den Menschen in seinem Bild (1. Mose 1,27). Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen (Hebräer 11,6).