Am 6. Juni 1875 wurde Thomas Mann geboren.

Thomas Mann im Hotel Adlon in Berlin (1929) vor der Weiterreise nach Stockholm zur Entgegennahme des Nobelpreises.…
Bundesarchiv, Bild 183-H28795 / CC-BY-SA 3.0

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts galt Thomas Mann als der zeitgenössische deutsche Dichterfürst schlechthin.

Er war kein christlicher Autor. Aber in seinem bedeutendsten Werk schildert Thomas Mann den Zerfall einer Familie, deren ethische Werte über Generationen langsam verdunsten und verfallen. Sein Roman „Buddenbrooks“ machte ihn weltberühmt und zum Literatur-Nobelpreisträger.

Buddenbrooks“ ist eine Familiengeschichte über den Niedergang einer wohlhabenden Lübecker Kaufmannsfamilie über vier Generationen. Thomas Mann beschreibt dabei nicht nur den wirtschaftlichen Verfall, sondern vor allem einen zunehmenden inneren und moralisch-geistigen Verfall.

„Was ist das Leben? Eine Krankheit, eine lange Krankheit, die zum Tode führt.“

Über Hanno, den letzten Buddenbrook, schreibt Thomas Mann:

„Ich glaubte … ich glaubte … es käme nichts mehr…“

Dieses Gefühl hat unser Volk überfallen. Es ist keine Hoffnung mehr, kein Aufbäumen,. Es ist das gleiche Gefühl wie bei der Menschen in Jericho. Dort heißt es, ausgesprochen durch Rahab, die Bewohnerin Jerichos.

„Ich weiß, dass der HERR euch das Land gegeben hat und dass uns der Schrecken vor euch befallen hat und dass alle Einwohner des Landes vor euch verzagt sind.“

Josua 2,9–11