
“Diese und andere Arbeiten verschafften Franklin unter den damaligen Physikern in Europa großes Ansehen. Besondere Aufmerksamkeit erregte er mit der These, dass auch ein Blitz nichts anders sei als ein Funke in großem Maßstab. Diese Ansicht war zwar alles andere als neu, aber Franklin schlug in einem seiner Londoner Briefe 1750 erstmals auch eine experimentelle Anordnung vor, um die These zu überprüfen.
Er ließ es jedoch bei dem Vorschlag bewenden und griff ihn erst zwei Jahre später in etwas modifizierter Form wieder auf. Er verwendete einen so genannten elektrischen Drachen, von dessen Verwendung aus Sicherheitsgründen dringend abzuraten ist. Die elektrische Ladung des Blitzes sollte sich an der Halteschnur nach unten bewegen und an einem metallenen Schlüssel sammeln. Aus diesem Schlüssel müsste man, wenn seine Idee richtig war, Funken ziehen können so wie aus den damals verbreiteten “Elektrisiermaschinen”.
Um sich dem Gespött der Leute zu entziehen, ließ er diesen Drachen nur in Gesellschaft seines Sohnes am 15. Juni 1752 bei heranziehenden Gewitterwolken steigen. Und zu seiner großen Freude klappte es mit den Funken. Die Hypothese über den Blitz hatte sich also als wahr herausgestellt.
Als praktisch veranlagter Mann schloss Franklin daraus, dass man die schädlichen Wirkungen eines Blitzschlags von den Gebäuden würde ableiten können, wenn man auf oder neben ihnen Eisenstangen errichten und diese mit dem Erdboden verbinden würde. Im 13. seiner Briefe nach London stellte er 1753 diese Idee ausführlich vor, und sie verbreitete sich rasch. Schon im Jahr darauf baute ein mährischer Pfarrer den ersten dieser “Blitzableiter” in Europa, und der erste deutsche Blitzableiter wurde 1769 auf dem Hamburger Jacobikirchturm errichtet.” Kalenderblatt.de
Letztlich haben alle Blitzableiter zwei Dinge gemeinsam: Sie sind aus Eisen und haben die Aufgabe uns vor 1 Milliarde Volt, 100.000 Ampere und 26.500 Grad von oben zu beschützen. Doch der Vorreiter aller Blitzableiter war aus Holz gemacht…
Und der HERR hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeiten.
Jesaja 53,6
»Der Erlöser wird repariert.« So titelte eine deutsche Zeitung, als ein Blitz nach schweren Gewittern in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro in die 30 Meter hohe Christus-Statue eingeschlagen hatte und Bauarbeiter damit begannen, die Statue mit neuen Blitzableitern auszustatten. Als höchster Punkt der Umgebung war diese Statue zum Anziehungsobjekt vieler Blitze geworden und trug Schäden an Kopf und Hand davon. Wie bekannt sein dürfte, schlägt ein Blitz immer im höchsten Punkt ein. Sich auf freiem Feld möglichst klein zu machen oder sich nicht unter Bäume zu stellen, erscheint also bei Gewitternsehr sinnvoll. Hohe Gebäude sind deswegen mit Blitzableitern ausgestattet. Es sind Schutzeinrichtungen, die das Risiko minimieren, dass Blitze in Objekte einschlagen. Doch nur was mit einem Blitzableiter ausgestattet ist, ist auch geschützt!
Das oben beschriebene Ereignis ist ein treffendes Bild dafür, dass auch der Erlöser – Jesus Christus – selbst solch ein Blitzableiter ist! IHN trifft, was sonst mich getroffen hätte! Unser Tagesvers spricht davon,dass Jesus getroffen wird – von dem »Blitz« unserer Ungerechtigkeiten, unserer Schuld. Die Bibel deckt auf, dass jeder Mensch vor Gott Schuld angehäuft hat in seinem Leben. Und jede Schuld muss bezahlt werden. Zurück zur Christus-Statue in Rio de Janeiro. Da steht Jesus mit ausgebreiteten Armen auf einem Berg. Und ihn trifft der Blitz. Und nun denken Sie an das, was die Bibel über Jesu Sterben sagt. Da hängt Jesus mit ausgebreiteten Armen auf dem Hügel Golgatha. Und ihn trifft unser aller Schuld. Da wird der Erlöser zur Zielscheibe aller unserer Ungerechtigkeiten – und er geht als der Sieger hervor! wj
Quelle: Leben ist mehr