Rex Gildo ist am 26. Oktober 1999 durch Selbstmord gestorben.

“Das Schicksal Rex Gildos, der sich das Image des ewig jugendlichen Beau gab, dem er am Ende nicht mehr entsprechen konnte, war für die Boulevardblätter vor allem nach seinem tragischen Tod ein dankbares Thema. Sie kratzten an der Fassade von „Sexy Rexy“, die einen ganz anderen Menschen verbarg. In dem Film aus der ARD-Reihe „Legenden“ beleuchtet Ulrike Bremer das Leben des Schlagersängers, der eigentlich Ludwig Franz Hirtreiter hieß und im niederbayerischen Straubing geboren wurde.

Sein Leben war voller Lügen.

Von AVRO – Beeld en Geluidwiki – Gallery: Toppop op de set deel 6, CC BY-SA 3.0 nl,

Es begann damit, dass Mutter Hirtreiter nicht die Opernsängerin war, als die sie ihr Sohn ausgab. Die Mitgliedschaft des kleinen Ludwig bei den „Regensburger Domspatzen“? Erfunden, ebenso wie die Schauspielausbildung an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule. Tatsächlich kam der junge Hirtreiter zunächst über Statisten- und kleine Nebenrollen am Theater nicht hinaus, bis ihm die Managerin Ada Tschechowa eine kleine Filmrolle in „Immer wenn der Tag beginnt“ an der Seite von Ruth Leuwerik verschaffte. Es folgten Auftritte in den damals üblichen Schlagerfilmen („Wenn die Conny mit dem Peter“).

Unter dem Künstlernamen Rex Gildo machte er schließlich als Schlagersänger Karriere und war viele Jahre aus keiner Hitparade und keiner einschlägigen Show mehr wegzudenken. Sein öffentliches Leben passte der Sänger den Erwartungen des Publikums an. Mit Kollegin Gitte Haenning bildete er ein erfolgreiches Duo („Geh’n sie aus im Stadtpark die Laternen“), doch das von der Plattenfirma erfundene „Traumpaar“ waren die beiden nie. Um Gerüchte gar nicht erst aufkommen zu lassen, heiratete der Frauenschwarm – wohl auch auf Druck seines damaligen Managers – seine Cousine Marion. HIntergrund war seine Homosexualität, die nicht ans Licht kommen sollte. Selbst als die Ehe längst am Ende war, posierten beide noch als glückliches Paar für Homestorys.

In den Achtzigern begann der Stern des Sängers mit dem längst anachronistischen Künstlernamen zu sinken, es gab Schlagzeilen über Auftritte in betrunkenem Zustand. Jahrelang prozessierte deswegen ein Konzertveranstalter gegen den Star. Ein Beziehungsdrama – Trennungsabsichten seines damaligen Freundes – war wohl ursächlich für seinen Sprung in die Tiefe vor knapp zehn Jahren, auch wenn die Fans von der Homosexualität ihres Idols bis heute nichts wissen wollen. Der Künstler, der gefangen war in dem Bild, das er von sich selbst geschaffen hatte, ist auf dem Münchner Ostfriedhof begraben – unter seinem bürgerlichen Namen, Ludwig Franz Hirtreiter.” Merkur.de

Stell dir eine Welt vor, in der jeder die Wahrheit sagen würde! (R.C.Meredith)

Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und (ihr) werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen”

JOHANNES 8, 32