
Wie ist es möglich, dass jemand den Tod verachtet? […]
Epiktet, Diatriben IV,7,6–7
Sie (die Christen) tun es, weil sie eine Überzeugung haben, die stärker ist als der Tod.“
.Am 2. Februar 2015 ermordeten Anhänger des Terrornetzwerks Islamischer Staat 21 junge ägyptische Männer am libyschen Strand von Sirte. In einer höchst effektvoll konzipierten und gefilmten Inszenierung wurden die Opfer in orangefarbenen Guantanamo-Overalls wie in einer Prozession vorgeführt und mussten sich niederknien. Während die Kamera direkt auf ihre Gesichter hielt, sprachen die hinter ihnen stehenden Schergen das Urteil. Anschließend warfen die Mörder ihre Opfer zu Boden, drückten die Finger in ihre Augen und schnitten ihnen von der Kehle her die Köpfe ab. Ihr Blut sollte ins Meer fließen als Kampfansage gegen den „Ungläubigen“.
Den Verurteilten stand keinerlei Angst ins Gesicht geschrieben. Mit einer fast unerklärlichen Unerschütterlichkeit und Gelassenheit sprachen sie ihr letztes Gebet.
„Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben,
Römer 8,38k
weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
weder Hohes noch Tiefes noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“