Joseph von Eichendorff – Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
die Erde still geküsst,
dass sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
die Ähren wogten sacht,
es rauschten leis die Wälder,
so sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.

Der Mensch fühlt sich in der rationalen Welt fremd. Die Nacht und die Natur öffnen das Tor zur wahren Heimat der Seele in Gott. WIr haben hier keine bleibende Heimat

„Unsere Heimat aber ist im Himmel.“

(Philipper 3,20)