
Fürst Wladimir nahm an diesem Tag das Christentum an und begann mit der Taufe der Bewohner. Dieser Schritt prägte den geistlichen Weg, die Kultur und die historische Entwicklung Russlands für Jahrhunderte.
Die Taufe war mehr als eine religiöse Reform. Sie stärkte die staatliche Macht, förderte die Einigung des Volkes und öffnete das Land für internationale Beziehungen.
Wladimir ließ sich in Chersones auf der Krim taufen. Nach seiner Rückkehr nach Kiew ordnete er die Taufe der Stadtbevölkerung im Fluss Dnepr an. Tausende stiegen in den Fluss, um den neuen Glauben anzunehmen.
Die Christianisierung erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte und war kein flächendeckender Sofortprozess. Dennoch gilt 988 als offizieller Beginn einer neuen geistlichen Epoche.
Wladimir, später als „Rote Sonne” bekannt und heiliggesprochen, ging als der Herrscher in die Geschichte ein, der die Grundlagen der orthodoxen Kultur in Russland legte und das Schicksal des Staates nachhaltig veränderte.