Welches Land hat die Bibel auf seiner Flagge?

Es gibt viele historisch katholische Länder. Aber nur eines hat die Heilige Schrift auf seiner Flagge: die Dominikanische Republik, eine wunderschöne Karibikinsel, die sich durch die Herzlichkeit ihrer rund 11 Millionen Einwohner auszeichnet.

Auf den ersten Blick sieht man auf der Flagge ein großes weißes Kreuz in der Mitte. Genau im Herzen der Flagge befindet sich das Wappen. Dieses enthält wiederum eine offene Bibel, die von einem kleinen Kreuz gekrönt wird.

Auf der offenen Bibel ist sogar eine bestimmte Stelle aus dem Evangelium ausgewählt: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes 8,32)

Als das Land nach Unabhängigkeit strebte, hielten es die Befürworter dieser Sache für wichtig, in ihren nationalen Symbolen die Freiheit im weitesten Sinne zu betonen, heißt es in einem Beitrag auf „Aleteia“. „Sie wollten besonders die Freiheit hervorheben, die aus dem Glauben und guten Prinzipien entsteht, die es ermöglichen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.“

Das Wappen wurde vom dominikanischen Politiker Casimiro Nemesio de Moya entworfen und 1913 offiziell eingeführt. Seine Merkmale wurden in Artikel 32 der Verfassung verankert. (

Deutsche Übersetzung

Artikel 32. Nationales Wappen.
Das Nationale Wappen trägt dieselben Farben wie die Nationalflagge, angeordnet in derselben Weise. Im Zentrum befindet sich eine offene Bibel, aufgeschlagen im Evangelium des Johannes, Kapitel 8, Vers 32, darüber eine Kreuz. Diese sind eingebettet in ein Trophäenschild, bestehend aus zwei Lanzen und vier Nationalfahnen ohne Wappen, die seitlich angeordnet sind. Links befindet sich ein Lorbeerzweig, rechts eine Palme. Gekrönt wird das Wappen von einem ultramarinblauen Band, auf dem das Motto „Dios, Patria y Libertad“ (Gott, Vaterland und Freiheit) steht. Am unteren Rand ist ein rotes Band (Farbe: Bermellón), dessen Enden nach oben zeigen und auf dem „República Dominicana“ (Dominikanische Republik) geschrieben steht. Die Form ist ein rechteckiger „Quadrilongo“: die oberen Ecken sind nach vorne gewölbt, die unteren gerundet, die Mitte der unteren Kante läuft spitz zu. Das Wappen ist so konstruiert, dass es – betrachtet man eine horizontale Linie, die die vertikalen Linien verbindet, von denen die unteren Ecken ausgehen – ein perfektes Quadrat bildet.