1 Dies sind die Worte Lemuels, des Königs von Massa, die ihn seine Mutter lehrte. 2 Was, mein Sohn, soll ich dir sagen, was, du Sohn meines Leibes, was, mein erbetener Sohn?
3
Lass nicht den Frauen deine Kraft und geh nicht die Wege derer, die Könige verderben!
Diese Wappnung des Mannes ist die Rüstung der Keuschheit und Selbstdisziplin. So hat Gott auch uns, die wir in einem höheren Sinne gottgeweihte Könige und Priester sind, einen Geist der Kraft, der Liebe und der Zucht gegeben, und die letzte Frucht des Heiligen Geistes ist die Selbstbeherrschung oder Enthaltsamkeit (2. Timotheus 1,7) und
Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.
Galather 5,22
Sicherlich hat die Mutter Lemuels dabei an den Ehebruch des Königs David gedacht, der so schwere persönliche Konsequenzen nach sich zog;
Wir erinnern uns auch an Salomo, der vielleicht selbst die Mutterbelehrung an Lemuel seiner Spruchsammlung eingefügt hat; hatte er sich doch im Alter 1000 Frauen und Nebenfrauen aus den umliegenden heidnischen Völkerschaften erwählt – im klaren Widerspruch zu Gottes Weisung-, die „sein Herz fremden Göttern zuneigten, so dass sein Herz nicht mehr ungeteilt mit Jahwe war, wie da Herz seines Vater David! (vgl. 1. Könige 11,1-11)
Er begann, der Astharte, dem Milkom, dem Kamos und dem Moloch zu dienen und verfiel den Verderberinnen der Könige, auch in seinem Wandel und Weg. Sein Götzendienst rief letztlich die spätere Reichsteilung in Nord- und Südreich hervor.
Darum sprach der HERR zu Salomo: Weil dies von dir geschehen ist und du meinen Bund nicht bewahrt hast, noch meine Satzungen, die ich dir geboten habe, so will ich dir gewiss das Königreich entreißen und es deinem Knecht geben!
1. Könige 11,11
4 Nicht den Königen, Lemuel, ziemt es, Wein zu trinken, nicht den Königen, noch den Fürsten Bier! 5 Sie könnten beim Trinken des Rechts vergessen und verdrehen die Sache aller elenden Leute. 6 Gebt Bier denen, die am Umkommen sind, und Wein den betrübten Seelen, 7 dass sie trinken und ihres Elends vergessen und ihres Unglücks nicht mehr gedenken. 8 Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind. 9 Tu deinen Mund auf und richte in Gerechtigkeit und schaffe Recht dem Elenden und Armen.