Letzten Freitag, vor der Küste von Quindalup in Western Australia, genossen der 13-jährige Austin Appelbee und seine Familie einen Tag auf dem Wasser in der Geographe Bay, als sich der Ozean plötzlich gegen sie wandte. Starke Winde und raue See trieben ihr Kajak und die Stand-up-Paddleboards weit vom Ufer weg — hinaus in die tiefen, von Haien bewohnten Gewässer des Indischen Ozeans — eine furchterregende Situation, die selbst für erfahrene Schwimmer lebensgefährlich sein kann.
Frau Joanne Appelbee sagte am Dienstag gegenüber Reportern, sie habe ihr ältestes Kind losgeschickt, um Hilfe zu holen, weil sie die drei Kinder nicht allein lassen konnte.
„Eine der schwersten Entscheidungen, die ich je treffen musste, war, zu Austin zu sagen: ‚Versuch, das Ufer zu erreichen und Hilfe zu holen. Das kann sehr schnell sehr ernst werden‘“, sagte sie gegenüber der Australian Broadcasting Corporation.
Zunächst versuchte Austin, mit dem aufblasbaren Kajak zurückzupaddeln, doch die raue See ließ es schnell voll Wasser laufen. Als er merkte, dass es ihn nur aufhielt, traf er eine kaum vorstellbare Entscheidung — er ließ das Kajak zurück und zog sogar seine Schwimmweste aus, um effizienter durch die unberechenbaren Wellen schwimmen zu können. Fast vier Stunden lang kämpfte er gegen starke Wellen und Erschöpfung — in Gewässern, in denen Haie bekanntlich häufig vorkommen.
Schließlich erreichte Austin das Land und brach vor Erschöpfung zusammen — doch damit war es nicht vorbei. Er mobilisierte noch einmal all seine Kräfte, rannte über eine Meile weit, um ein Telefon zu erreichen, und rief den Notruf an. Seine ruhige und klare Meldung setzte eine großangelegte Rettungsaktion mehrerer Behörden in Gang.
Stunden später fanden die Rettungsteams Joanne und Austins jüngere Geschwister — seinen 12-jährigen Bruder Beau und seine 8-jährige Schwester Grace — lebend, etwa 14 Kilometer vor der Küste, an ein Paddleboard geklammert. Sie waren unterkühlt, erschöpft und verängstigt — aber am Leben.
In Interviews nach dem Ereignis sagte Austin, er habe sich mit positiven Gedanken, aufbauenden Erinnerungen und Gebet am Leben gehalten — er habe sich auf Liebe und Hoffnung konzentriert statt auf Angst. Er sagte den Reportern:
„Ich glaube nicht, dass ich es war, der das geschafft hat — es war die ganze Zeit Gott. Ich habe immer wieder gebetet und zu Gott gesagt: ‚Ich lasse mich taufen, ich lasse mich taufen.‘“
Diese unglaubliche Geschichte erinnert uns daran, dass selbst in den härtesten, dunkelsten Momenten Glaube, Mut und Liebe uns weitertragen können, als wir es je für möglich gehalten hätten