Weihnachten stand vor der Tür, als Beamte der Gestapo in das Haus einer deutschen Familie eintraten, um versteckte Juden zu suchen. Die gesamte Familie stand still und zitternd in der Küche.

Die versteckten Juden waren direkt unter ihrem Boden und hörten wie die Gestapobeamten, erst die Eltern und dann die Kinder, einem nach dem anderen, ohne Erfolg ausfragten. Wie oft hatten die Eltern den Kindern eingebläubt, dass sie nichts sagen durften. Sie hatten es sich zu Herzen genommen.
Dann kamen sie zu dem jüngsten Sohn und fragten auch ihn: „Habt ihr Juden bei euch zu Hause?“
Der kleine junge zögerte erst mit seiner Antwort. Dann hörten die Eltern wie der Junge zu ihrem Entsetzen stotternd antowortete. Ja.
Nie zuvor hatte sie so eine Angst und Verzweiflung überfallen.
Die Nazis wurden sehr höflich zu dem kleinen Jungen und baten ihn höflich, sie zu ihnen zu führen. So lief der kleine Junge ihnen voran und führte sie ins Wohnzimmer, wo ein wunderschöner Weihnachtsbaum aufgestellt war.
Er bückte sich unter den Baum und holte das kleine Christkind Jesus aus der Krippe und zeigte es ihnen.
Danach waren die Gestapobeamten nicht mehr höflich aber sie verließen das Haus.