„Biedermann und die Brandstifter“ ist ein berühmtes Theaterstück von Max Frisch, das 1958 erstmals aufgeführt wurde. Es ist ein sogenanntes Lehrstück ohne Lehre – also ein Stück, das zum Nachdenken anregen soll, ohne eine eindeutige Moral vorzuschreiben.
Inhalt:
Die Hauptfigur, Gottlieb Biedermann, ist ein wohlhabender Haarwasserfabrikant, der sich selbst für einen anständigen, bürgerlichen Mann hält. In einer Zeit, in der es überall in der Stadt zu Brandstiftungen kommt, gewährt er zwei merkwürdigen Gestalten – Schmitz und Eisenring – Unterschlupf auf seinem Dachboden. Obwohl alles darauf hindeutet, dass die beiden Brandstifter sind, verdrängt Biedermann diese Realität. Aus Höflichkeit, Angst vor Konflikten und der Illusion, alles unter Kontrolle zu haben, liefert er ihnen am Ende sogar Zündhölzer – und wird Opfer der Katastrophe, die er hätte verhindern können.