Verweise
Zusammenfassung
Karmeliten sind die Mitglieder des Ordens der Brüder der allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel, der um das Jahr 1150 am Karmelgebirge im Heiligen Land gegründet wurde und der Tradition des Eremitentums entspringt. Die Mitglieder des in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gegründeten Ordenszweiges für Frauen werden Karmelitinnen genannt.
Der Orden breitete sich im 14. Jahrhundert über ganz Europa aus. In der Folge gab es mehrere Ansätze zu Reformen, um den Orden wieder dem eremitischen Ideal anzunähern, die jedoch meist scheiterten. Im Spätmittelalter verfiel der Orden wie viele andere durch Vernachlässigung des Gebets, Lockerung des Armutsgebots sowie durch Vernachlässigung des Gemeinschaftslebens.
Die einzige durchgreifende Reform war die der hl. Teresa von Ávila und des hl. Johannes vom Kreuz. Diese kehrten zur eremitischen Lebensweise des Ordens zurück. Vorbild und Ratgeber war für Teresa dabei auch Petrus von Alcantara, der in ähnlicher Weise den Franziskanerorden zu seinen Ursprüngen zurückführt