(hebräisch: Jōsef, „Gott fügt hinzu“) war der elfte Sohn Jakobs und der erste Sohn Rahels. Seine Geschichte wird in 1. Mose 37–50 erzählt.
Josef wuchs als Lieblingssohn seines Vaters auf, was sich unter anderem im berühmten bunten Rock zeigte. Diese Bevorzugung, zusammen mit Josefs Träumen, in denen sich seine Brüder vor ihm verneigten, führte zu Neid und Hass. Die Brüder verkauften ihn schließlich als Sklaven nach Ägypten und täuschten Jakobs Todesschmerz vor.
In Ägypten diente Josef zunächst im Haus Potiphars, stieg dort aufgrund seiner Zuverlässigkeit auf, wurde jedoch durch eine falsche Anschuldigung ins Gefängnis geworfen. Auch dort zeigte sich seine Begabung, insbesondere die Fähigkeit, Träume zu deuten. Dadurch kam er in Kontakt mit dem Pharao, dessen Träume er als Vorhersage von sieben Jahren des Überflusses und sieben Jahren der Hungersnot erklärte.
Der Pharao setzte Josef daraufhin als höchsten Verwalter über Ägypten ein. Durch kluge Vorratspolitik rettete Josef das Land und umliegende Regionen vor dem Hungertod. In dieser Zeit begegnete er seinen Brüdern wieder, erkannte sie, stellte sie auf die Probe und vergab ihnen schließlich. Jakob zog mit seiner Familie nach Ägypten, wo sie Schutz und Versorgung fanden.
Josefs Leben ist geprägt von Verrat, Leid und Geduld, aber auch von Gottes Führung, Weisheit und Versöhnung. Seine Geschichte gilt als Beispiel dafür, dass menschliches Unrecht Gottes Plan nicht aufheben kann.