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Einer fragte Herrn K, ob es einen Gott gäbe. Herr K sagte: „Ich rate dir, nachzudenken, ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde. Würde es sich nicht ändern, dann können wir die Frage fallenlassen. Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch soweit behilflich sein, dass ich dir sage, du hast dich schon entschieden: Du brauchst einen Gott.“
Bertold Brecht gesteht dem Glauben daher jedenfalls zu, dass er sich positiv auf die Moral der Menschen auswirkt. Aber er ist eben doch nur ein moralischer Krückstock für die, die einen solchen brauchen.
Woher kommt dieses Gefühl des sicheren Wissens in Europa, dass alles was unserem Verstand nicht unmittelbar zugänglich ist, keine reale Grundlage habe? Anderen Kulturen ist das völlig fremd. Sie schütteln den Kopf über unsere Selbstsicherheit.
Für die Frage der Existenz Gottes ist es letztlich irrelevant, ob wir an Gott glauben.
Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, und lässt sich auch nicht von Menschenhänden dienen, als ob er etwas nötig hätte, da er doch selbst allen Leben und Odem und alles gibt.
Apostelgeschichte 7,24