Czesław Miłosz

Czesław Miłosz erhielt den Literaturnobelpreis am 10. Dezember 1980.

Lebensdaten

  • Geburtsdatum: 30. Juni 1911 (in Šeteniai, damals Russisches Kaiserreich, heute Litauen)
  • Sterbedatum: 14. August 2004 (in Krakau, Polen)

Kurze Zusammenfassung

Czesław Miłosz war ein polnisch-US-amerikanischer Dichter, Essayist und Übersetzer. Im Zweiten Weltkrieg engagierte er sich im polnischen Widerstand gegen die deutsche Besatzung. Nach dem Krieg diente er zunächst als Diplomat für das kommunistische Polen, brach jedoch 1951 mit dem Regime und ging ins Exil nach Frankreich und später in die USA, wo er unter anderem als Professor für slawische Literaturen an der University of California in Berkeley lehrte.

Bekanntheit erlangte er neben seiner Lyrik vor allem durch sein politisch-philosophisches Werk Verführtes Denken (Zniewolony umysł), in dem er die intellektuelle Anpassung an den Totalitarismus analysierte. Den Nobelpreis erhielt er für sein Werk, das „mit unbestechlicher Klarsicht der Gefährdung des Menschen in einer Welt von schweren Konflikten Ausdruck verleiht“. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks kehrte er teilweise nach Polen zurück und verbrachte dort seine letzten Lebensjahre.