Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, hätten wir von den 10,3 Millionen Juden 10,3 Millionen Juden getötet, dann wäre ich zufrieden und würde sagen, gut, wir haben einen Feind vernichtet . . .”
Adolf Eichmann

So unverblümt äußerte sich der ehemalige SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann im fernen Argentinien zum Holocaust. Das war Ende der 1950er Jahre. Der Mann, der Millionen Menschen auf dem Gewissen hatte und sich unter dem Decknamen Ricardo Klement seit 1950 in dem südamerikanischen Staat aufhielt, war der meist gesuchte Nazi-Verbrecher. Er galt als Organisator der “Endlösung der Judenfrage”. Vor 64 Jahren, am 1. Juni 1962, wurde Eichmann in Israel hingerichtet.Fünf Jahre lang hatte der aus Solingen stammende Eichmann unter dem Namen Otto Heninger unbehelligt bei einem Forstamt in der Lüneburger Heide arbeiten können. Dann wurde ihm dort der Boden zu heiß und er floh nach Argentinien, wo sich unter dem stillschweigenden Patronat der Behörden ein dichtes Netz alter Nazis bilden konnte. Ende 1957 wurde das israelische Außenministerium auf Äußerungen des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer aufmerksam, der die Anwesenheit Eichmanns in Argentinien bestätigte und sogar vorgab, seine genaue Adresse zu kennen. Die Regierung in Jerusalem beauftragte den Leiter des Geheimdienstes Mossad, Isser Harel, mit weiteren Nachforschungen. Doch erst mit den Hinweisen des Nazi-Jägers Simon Wiesenthal, die der Mossad zunächst nicht erst genommen hatte, kam man Eichmann auf die Spur. Am 24. Mai 1960 gab Ministerpräsident Ben Gurion die Festnahme Eichmanns bekannt, den ein Kommando des Mossad eine Woche zuvor in Buenos Aires auf offener Straße gekidnappt hatte. Der Kriegsverbrecher wurde in das Gefängnis von Ramla bei Tel Aviv gebracht. Am 11. April 1961 begann in Jerusalem der Prozess, der am 15. November mit dem Todesurteil endete. Eichmann starb durch den Strang.” Saarbrücker Zeitun
“Unter dem Galgen wirkte er gefasster als auf der Anklagebank. Nur sein hochmütiges Lächeln erinnerte in den Minuten vor dem Tod an den Angeklagten Eichmann. Seine letzten Worte: ein Gruß an Angehörige und Freunde. Ein “es lebe Deutschland, Argentinien und Österreich”. Zuletzt ein “Meine Herren, bald werden wir uns wiedersehen”. Eichmann sprach von Gott, an den er angeblich glaubte. Nur den Namen Jesus weigerte er sich auszusprechen, trotz Drängens des protestantischen Geistlichen. Am 1. Juni 1962, zwei Minuten nach Mitternacht, straffte sich das Seil am Galgen im Gefängnis Ramle.” Welt.de
Wenn den Namen Jesus, den Namen des Retters nicht angerufen hat, ist er ewig verloren. “»denn jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird gerettet werden«.
Römer 10,13