Was für ein Schwachsinn! Das möchte man jenen Medien und Journalisten zurufen, die diese Woche völlig unkritisch die Propaganda der Iraner verbreiten. Nebenbei bemerkt: Trump drohte dem Regime wieder einmal in seiner “Sprache”, aber definitiv nicht dem iranischen Volk, das er sogar mehrfach würdigte. Geht es noch heuchlerischer und verlogener, liebe Israelhasser? Das teuflischen Regime im Iran führt seit Jahrzehnten Krieg gegen Israel und möchte es von der Landkarte auslöschen. Dieses Regime hat im Januar zehntausende Menschen abschlachten lassen und lässt derzeit täglich Kritiker aufhängen. Diese Verführer lassen Frauen und Männer steinigen.
Die Steinigung wird primär übrigens gegen Personen verhängt, denen außerehelicher Geschlechtsverkehr vorgeworfen wird. Die Art der Ausführung ist grausam: Das Gesetz schreibt detailliert vor, dass die Steine weder zu groß (um einen sofortigen Tod zu verhindern) noch zu klein sein dürfen. Ziel ist ein qualvoller, langsamer Tod. Frauen werden dabei bis zur Brust, Männer bis zur Taille in die Erde eingegraben. Sie möchten wissen, wie so eine Steinigung abläuft? Dann sehen Sie sich den Film “The Stoning of Soraya M.” an. Auf X/Twitter finden Sie Ausschnitte. Dieses Regime braucht man nicht in die Steinzeit bomben, es ist in der Steinzeit.
Wer hier ernsthaft meint, dass sei das Problem, betreibt eine moralische Werteverschiebung. Zehntausende Tote in wenigen Tagen werden offensichtlich als geringeres Übel bewertet als der Versuch, das verantwortliche Regime zu beseitigen. Besonders „stark“ und „mutig“ zeigen sich wieder einmal jene Europäer, denen eine Friedhofsruhe, unter deren Ausschluss weiterhin tausende Menschen abgeschlachtet werden, lieber ist als der Kampf gegen diese Massenmörder. Vermutlich wären einige dieser „Denker“ auch zur Zeit des Nationalsozialismus der Ansicht gewesen, die USA und Großbritannien seien das Problem, weil sie Hitler bekämpften. Selbst wenn Trump ganz offensichtlich ein gefährliches, widerliches, mörderisches, menschenverachtendes Terror-Regime bekämpft, ist für sie Donald Trump der noch größere Feind“, schreibt die Autorin Bettina Röhl dazu auf X.
„Das ist nicht unser Krieg“, stellt der besorgte Mitbürger klar und schimpft auf Trump, weil das Benzin 40 Cent mehr kostet. Die medial hochgepushten Pseudo-Feindbilder lenken wunderbar von den wirklichen Feinden ab – einem islamischen Regime, das sein Volk knechtet und mordet.
Es zeigt sich eine „Hierarchie der Empathie“: Je komplizierter und teurer die moralische Haltung wird, desto schneller flüchtet sich die Gesellschaft in die Gleichgültigkeit. Dekadenz feiert Hochkonjunktur. Viele Menschen verstehen sich nicht mehr als Staatsbürger mit Verantwortung für die Freiheit, sondern nur noch als Konsumenten. Den Konsumenten interessiert nicht die Freiheit im Iran, sondern nur der sinkende Benzinpreis.
Die Despoten kennen diese Einstellung genau. Sie wissen, dass am Ende oft die Bequemlichkeit des Westens siegt. Die Gleichgültigkeit der freien Welt ist der wichtigste Verbündete der Unterdrücker. Oder, um es mit Bertolt Brecht zu sagen: „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.“
Die Frau auf dem Foto ist Aida Aghili. Ihr wurde im Januar von den Mullahs in den Kopf geschossen. Danach wurde sie wie Müll weggeworfen. Ihre Schwester erkannte sie nur anhand eines geleakten Videos, nachdem das Regime das Internet abgeschaltet hatte, um die Leichen zu verbergen. (nach Roland Noé/rn)