Ob wir an Gottes Reich oder am eigenen Königreich bauen, kann man durch einen Vergleich mit Nehemia herausfinden. Nehemia hat die Mauern Jerusalems wieder aufgebaut. Das war Gottes Reich.

Was ist die Motivation
Nehemia 1,1-3
1 Dies ist die Geschichte Nehemias, des Sohnes Hachaljas: Es geschah im Monat Kislew, im zwanzigsten Jahr,[1] dass ich in Susan in der Königsburg[2] war. 2 Da kam Hanani, einer meiner Brüder, mit etlichen Männern aus Juda, und ich erkundigte mich bei ihm über die Juden, die Entkommenen, die nach der Gefangenschaft übrig geblieben waren, und über Jerusalem. 3 Und sie sprachen zu mir: Die Übriggebliebenen, die nach der Gefangenschaft übrig geblieben sind, befinden sich dort in der Provinz in großem Unglück und in Schmach; und die Mauern Jerusalems sind niedergerissen und ihre Tore mit Feuer verbrannt!
Nehemia hat die Situation der Juden in Jerusalem gesehen. DIe Not hat ihn motiviert.
Habe ich Gott um Erbarmen gebeten
Nehemia 1,4-6
und ich fastete und betete vor dem Gott des Himmels 5 und sprach: Ach, HERR, du Gott des Himmels, du großer und furchtgebietender Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten! 6 Lass doch deine Ohren aufmerken und deine Augen offen sein, dass du auf das Gebet deines Knechtes hörst, das ich nun vor dir bete Tag und Nacht für die Kinder Israels,
Gottes Erbarmen erbitten. EinZeichen, dass wir es ernst meine.
Wo hat mir Gott Begabung gegeben, die Not zu ändern.
Nehemia 1,11
und gib ihm Barmherzigkeit vor diesem Mann! — Ich war nämlich der Mundschenk des Königs
Gott hat Gelingen gegeben.
Nehemia 2,1-6
Es geschah aber im Monat Nisan, im zwanzigsten Jahr des Königs Artasasta, als Wein vor ihm stand, da nahm ich den Wein und gab ihn dem König. Ich war aber zuvor nie traurig vor ihm gewesen. 2 Da sprach der König zu mir: Warum siehst du so traurig aus? Du bist doch nicht krank? Es ist nichts anderes als ein betrübtes Herz! Da fürchtete ich mich sehr; 3 und ich sprach zu dem König: Der König lebe ewig! Warum sollte ich nicht traurig aussehen, da doch die Stadt, wo die Grabstätte meiner Väter ist, in Trümmern liegt und ihre Tore vom Feuer verzehrt sind? 4 Da sprach der König zu mir: Was erbittest du denn? Da flehte ich zu dem Gott des Himmels; 5 und dann sagte ich zu dem König: Wenn es dem König gefällt und wenn dein Knecht wohlgefällig vor dir ist, so sende mich nach Juda, zu der Stadt, wo meine Väter begraben liegen, damit ich sie wieder aufbaue! 6 Da sprach der König zu mir, während die Königin neben ihm saß: Wie lange wird die Reise dauern, und wann wirst du zurückkommen? Und es gefiel dem König, mich hinzusenden, nachdem ich ihm eine bestimmte Zeit genannt hatte.
Gott hat eine Tür aufgemacht.
Es gibt Widerstand: Sanballat
Er war vermutlich Statthalter in Samaria. Als die Juden die Mauer von Jerusalem wieder aufbauen wollten, verspottete und bekämpfte er sie. Er versuchte, das Werk zu stoppen – durch Spott, Drohungen und Intrigen. Sanballat steht symbolisch für offenen Widerstand gegen Gottes Auftrag,
Es gibt Widerstand: Tobija
Tobija war ein Verbündeter von Sanballat.
Er wird als Ammoniter bezeichnet. Auch er verspottete den Mauerbau („Wenn ein Fuchs hinaufspringt…“ – Nehemia 4,3). Später hatte er sogar Einfluss innerhalb Jerusalems durch Beziehungen zu vornehmen Juden.
Er hat Beziehungen zu führenden Männern in Juda (Nehemia 6,17-19). → Dadurch wirkt er subtil von innen.
Auch ließen zu jener Zeit die Vornehmsten in Juda viele Briefe an Tobija abgehen, und auch von Tobija gelangten solche zu ihnen. 18 Denn es waren viele in Juda, die mit ihm verschworen waren, weil er der Schwiegersohn Schechanjas, des Sohnes Arachs, war und sein Sohn Johanan die Tochter Meschullams, des Sohnes Berechjas, zur Frau genommen hatte. 19 Sie redeten auch von seinen guten Werken vor mir und hinterbrachten ihm meine Worte; und Tobija sandte Briefe, um mir Furcht einzujagen.
Tobija steht eher für verdeckten Widerstand, für Einflussnahme, Kompromissgeist und innere Unterwanderung.
Die Reaktion des Nehemia
Nehemia 4,3
Wir aber beteten zu unserem Gott und stellten Wachen gegen sie auf, Tag und Nacht, [zum Schutz] vor ihnen.
Wir nahmen uns Zeit zu beten.
Was passiert? Die Übernahme von Verantwortung
Nehemia 4,8
Und ich besah es und machte mich auf und sprach zu den Vornehmsten und zu den Vorstehern und zu dem übrigen Volk: Fürchtet euch nicht vor ihnen! Gedenkt an den großen, furchtgebietenden Herrn und kämpft für eure Brüder, eure Söhne und eure Töchter, eure Frauen und eure Häuser! 9 Und es geschah, als unsere Feinde hörten, dass es uns bekannt geworden war und dass Gott ihren Rat zunichtegemacht hatte, da kehrten wir alle wieder zur Mauer zurück, jeder an seine Arbeit.
Gott stellt sich auf die Seite Nehemias. Und die Menschen mache sich wieder gegenwärtig, dass sie nicht für sich selbst kämpfen. Ihre Verantwortung ist, die Aufgabe anzunehmen, den Spott Sanballas und Tobijas wegzuwischen um ihrer Brüder und Schwestern willen.