Joachim Gauck

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Joachim Gauck wurde am 24. Januar 1940 in Rostock geboren. Er studierte nach dem Abitur Theologie und war von 1965 bis 1990 evangelischer Pastor in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Mecklenburg. In der DDR engagierte er sich als Bürgerrechtler und war 1989 Mitbegründer der Oppositionsbewegung „Neues Forum“, die zur friedlichen Revolution beitrug.

Im März 1990 wurde er Abgeordneter der Volkskammer der DDR und setzte sich dort für die Aufarbeitung des Staatssicherheitsdienstes (Stasi) ein. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde er am 3. Oktober 1990 zum Bundesbeauftragten für die Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes (Stasi-Akten) ernannt und übte dieses Amt bis 2000 aus.

Am 18. März 2012 wurde Gauck zum 11. Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt und trat sein Amt an; seine Amtszeit endete am 18. März 2017. Er war dabei parteilos und wurde von einer breiten Mehrheit im Bundespräsidentenwahlgremium unterstützt.